Ausführliche Infos zur Dominikanischen Republik:
Dominikanische Republik
Dominikanische Republik, Staat der Westindischen Inseln. Die
Dominikanische Republik erstreckt sich auf dem östlichen
Teil der Antilleninsel Hispaniola und grenzt im Westen an
Haïti. Mit 48 400 Quadratkilometern ist das Land etwas
größer als Niedersachsen. Hauptstadt ist Santo
Domingo.
Die Dominikanische Republik ist überwiegend gebirgig.
Sie wird landschaftlich durch vier von Nordwesten nach Südosten
verlaufende Gebirgszüge gegliedert, die durch lang gestreckte
Tieflandfurchen voneinander getrennt werden. In der Cordillera
Central befindet sich mit dem Pico Duarte (3 175 Meter) der
höchste Berg des Landes. Aufgrund der hohen Verbreitung
von Kalkgesteinen sind Karsterscheinungen weit verbreitet.
Der stark salzhaltige Lago Enriquillo ist der einzige größere
See des Landes. Der Seespiegel befindet sich in einer Höhe
von 44 Metern unter dem Meeresspiegel.
Das Klima der Dominikanischen Republik ist der Lage entsprechend
randtropisch mit dem Wechsel zwischen winterlicher Trockenzeit
und sommerlicher Regenzeit. Durch den Gebirgsverlauf weist
das Klima starke regionale Unterschiede auf. Zudem wird es
maßgeblich durch den Passat geprägt. Die Gebirgszüge
erhalten bis über 2 000 Millimeter Niederschläge
im Jahr, für das gesamte Land liegt der Mittelwert bei
1 525 Millimetern. Der Regen fällt überwiegend zwischen
Mai und Oktober. Die mittleren Monatstemperaturen liegen in
Santo Domingo zwischen 24 und 27 C. Gelegentlich wird das Land
auch von Hurrikans betroffen. So wurden nach offiziellen Angaben
durch den Hurrikan George im September 1998 etwa 200 Menschen
getötet.
In der Dominikanischen Republik stehen 31,3 Prozent (2000)
der gesamten Landesfläche unter Naturschutz. Die Vegetation
ist wie auch auf den anderen Westindischen Inseln sehr vielfältig.
Sukkulenten- und Dornstrauchvegetation sind dort ebenso verbreitet
wie immergrüner Bergwald und Nebelwald, an der Küste
gedeihen Mangroven. Erhebliche Teile der ursprünglichen
Waldflächen wurden allerdings gerodet, so dass heute nur
noch 28,4 Prozent der Landesfläche bewaldet sind. Bemerkenswerte
Baumarten mit essbaren Früchten sind Jagua-Bäume,
Sternäpfel, Meerestrauben und Guayaven. Zudem gibt es
Mahagoni-Bäume, Magnolien, Orchideen und mehr als 20 Palmenarten.
Endemisch auf der Insel sind zwei Säugetierarten: Dominikanischer
Schlitzrüssler (ein Insektenfresser) und Zaguti (ein Nagetier).
Vor der Küste erscheinen Buckelwale. Zu den etwa 200 Vogelarten
gehören Papageien wie Blaukronen-Amazonen und Flamingos.
Meeresschildkröten kommen zur Eiablage an die Strände,
zudem leben Leguane und Krokodile auf der Insel.
Die Einwohnerzahl beträgt rund 8,72 Millionen (2003),
was einer Bevölkerungsdichte von 180 Personen pro Quadratkilometer
entspricht. Rund 66 Prozent der Einwohner leben in Städten.
60 Prozent der Bevölkerung sind Mulatten, 28 Prozent Weiße
und 11,5 Prozent Schwarze. Die Amtssprache in der Dominikanischen
Republik ist Spanisch. Die durchschnittliche Lebenserwartung
liegt bei 68 Jahren (2003).
Ungefähr 90 Prozent der Bevölkerung bekennen sich
zum katholischen Glauben. Daneben gibt es u.a. Anhänger
der protestantischen Kirche, des Bahaismus und des Judentums.
Neujahr wird in der Dominikanischen Republik am 1.Januar gefeiert,
Epiphanie (Heilige Drei Könige, Día de los Reyes)
am 6.Januar. Das Fest der Nuestra Señora de la Alta
Gracia ( Dankbare Muttergottes ) begeht man am
21.Januar. Am 26.Januar, dem Tag des Duarte, gedenken die Menschen
Juan Pablo Duartes, dem die Dominikanische Republik ihre Unabhängigkeit
von Haïti verdankt. Der Unabhängigkeitstag am 27.Februar
erinnert an die Unabhängigkeit von Haïti im Jahr
1844. Der Carnaval erstreckt sich über mehrere Wochen
im Frühling. Die Wiedererlangung der Unabhängigkeit
wird am 16.August und der Tag der Nuestra Señora de
las Mercedes ( Barmherzige Muttergottes ) wird
am 24.September gefeiert. Am Kolumbustag (12.Oktober) gedenkt
man der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus.
An Weihnachten, am 25.Dezember, werden jedoch keine Geschenke
ausgetauscht.
Größte Stadt der Dominikanischen Republik ist die
Hauptstadt Santo Domingo, in der 2,68 Millionen Menschen leben.
Weitere größere Städte sind La Romana (190000Einwohner),
San Francisco de Macoris (198068Einwohner), La Vega, San Juan
und Barahona.
Schulpflicht besteht in der Dominikanischen Republik für
die Dauer von 10 Jahren. 84,7 Prozent der Bevölkerung
können lesen und schreiben. Es gibt fünf Hochschulen,
die älteste davon wurde 1538 in Santo Domingo gegründet.
Die Dominikanische Republik war der Ort, an dem sich die ersten
Europäer als Kolonie in der Neuen Welt ansiedelten. Einige
der Bauten aus der Kolonialzeit sind heute noch zu sehen. Europäischer
Einfluss ist auch in der Kunst, Musik und Literatur spürbar.
Der Nationaltanz Merengue entwickelte sich aber hauptsächlich
aus afrikanischen Klängen und Tänzen.
Gemäß der Verfassung von 1966 ist die Dominikanische
Republik eine präsidiale Republik. Die Exekutive liegt
beim Präsidenten, der für vier Jahre direkt gewählt
wird und seit der Verfassungsänderung von 1994 nicht unmittelbar
wiedergewählt werden darf. Der Präsident ernennt
die Minister, ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte und
verfügt über eine Reihe von weit reichenden Notstandsbefugnissen.
Die Legislative liegt beim Kongress, einem Zweikammerparlament,
das sich aus dem Senat (32 Mitglieder) und dem Abgeordnetenhaus
(150 Sitze) zusammensetzt. Beide Häuser werden für
jeweils vier Jahre gewählt. Für Bürger ab dem
18.Lebensjahr besteht Wahlpflicht.
Das Land ist in 29 Provinzen und einen Nationaldistrikt (den
Hauptstadtdistrikt) gegliedert. Die Gouverneure der Provinzen
werden von der Regierung ernannt; der Nationaldistrikt und
die Kommunen werden von Räten (mindestens fünf Mitglieder)
verwaltet.
Die wichtigsten politischen Parteien sind der sozialdemokratische
Partido Revolucionario Dominicano (PRD, Revolutionäre
Dominikanische Partei), der konservative Partido Reformista
Social Cristiano (PRSC, Christlichsoziale Reformpartei) und
der Partido de la Liberación Dominicana (PLD, Dominikanische
Befreiungspartei), der sich 1973 vom PRD abgespalten hatte.
Grundlagen der Wirtschaft sind der Tourismus, die Landwirtschaft
und der Bergbau. Insbesondere die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr
sind in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Die Wirtschaft
ist aber nach wie vor auf den Export landwirtschaftlicher Güter
konzentriert. Neben dem Hauptanbauprodukt Zuckerrohr werden
Bananen, Kaffee, Kakao, Tabak und Sisalpalmen kultiviert. 83
Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe verfügen aber
nur über Anbauflächen unter 6,3 Hektar, die oft lediglich
zur Subsistenzwirtschaft ausreichen. In den Tieflandgebieten
herrscht Großgrundbesitz vor.
Vorhandene Bodenschätze werden nur in begrenztem Umfang
abgebaut. Bauxit und Nickel gewannen Anfang der siebziger Jahre
größere Bedeutung. Die Vorkommen von Edelmetallen
wie Gold, Silber und Platin sowie Eisenerz und Salz sind begrenzt.
Der industrielle Sektor verarbeitet vor allem die heimischen
Rohstoffe. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 21Milliarden
US-Dollar (2001; Dienstleistungen 55,4Prozent, Industrie 33,2Prozent,
Landwirtschaft 11,4Prozent). Daraus ergibt sich ein BIP pro
Einwohner von 2490 US-Dollar. 18Prozent der Erwerbstätigen
sind in der Landwirtschaft beschäftigt, 25Prozent in der
Industrie und 57Prozent im Dienstleistungssektor.
Landeswährung ist der Dominikanische Peso zu 100 Centavos.
Exportiert werden vor allem Bergbauerzeugnisse, Rohrzucker,
Kakao, Kaffee und Bananen, wichtigste Importprodukte sind Maschinen,
Brennstoffe, Nahrungsmittel, chemische Erzeugnisse und Fahrzeuge.
Die wichtigsten Handelspartner sind die USA, gefolgt von Venezuela,
Mexiko, Japan und einigen Staaten der Europäischen Union
(vor allem den Beneluxstaaten und Spanien).
Die verkehrstechnische Erschließung ist gut. Das Straßennetz,
das eine Gesamtlänge von 12600 Kilometern besitzt, verbindet
alle wichtigen Orte des Landes. Etwa 49 Prozent des Straßennetzes
sind befestigt. Eisenbahnverbindungen spielen dagegen eine
kleine Rolle. Das Schienennetz der staatlichen Eisenbahngesellschaft
umfasst nur 142 Kilometer. Ein privates Schienennetz von etwa
16000 Kilometer Länge dient ausschließlich dem Transport
von Zuckerrohr und Bananen. Von den 15 Häfen sind neun
auf den Außenhandel spezialisiert, vier auf den Küstenverkehr
und zwei auf den Tourismus. Wichtigste Häfen sind Santo
Domingo, San Pedro de Macoris, La Romana sowie Puerto Plata
an der Nordküste. Durch den Aufschwung des Tourismus hat
der Flugverkehr eine größere Bedeutung erlangt.
Anfang der neunziger Jahre wurde der Flughafen von Santo Domingo
zu einer regionalen Drehscheibe ausgebaut.
1492 entdeckte Christoph Kolumbus die Insel Hispaniola. Zu
dieser Zeit war die Insel mehrheitlich von den Arawak besiedelt,
einer der größten südamerikanischen indianischen
Sprachfamilie, und lag wohl gerade in Konflikt mit den Kariben,
die sich, nachdem sie die Arawak auf den Kleinen Antillen verdrängt
hatten, nun den Großen Antillen zuwandten. Unmittelbar
nach der Entdeckung durch Kolumbus besiedelten europäische
Kolonisten die Insel, die sich rasch zum zentralen Stützpunkt
der Spanier für die Entdeckung, Eroberung und Kolonisierung
des karibischen Raumes entwickelte. Bereits im 16.Jahrhundert
war die einheimische Bevölkerung der Insel weitgehend
ausgerottet durch Kriege und von den Europäern
eingeschleppte Krankheiten. Und obwohl nun zunehmend schwarze
Sklaven die indianische Bevölkerung als Arbeitskräfte
ersetzten, verlor die Insel an wirtschaftlicher Bedeutung;
zudem verlegte Spanien seinen Herrschaftsmittelpunkt auf das
zentral- und südamerikanische Festland, nach Peru und
Mexiko, so dass auch die politische Bedeutung der Insel schwand.
Aufgrund der günstigen Strömungs- und Windverhältnisse
sowie der klimatischen Verhältnisse blieb Hispaniola jedoch
bis zum Ende des 18.Jahrhunderts von besonderer strategischer
Bedeutung.
1679 musste Spanien im Frieden von Rijswijk den überwiegend
von Schwarzen sowie französischen Kolonisten bewohnten
Westteil, das spätere Haïti, an Frankreich abtreten.
Im Frieden von Basel verlor Spanien 1795 auch den vor allem
von Weißen und Mulatten besiedelten Ostteil der Insel
an Frankreich. Mit militärischer Unterstützung Großbritanniens
bezwangen spanische Kreolen 1808/09 die haïtianisch-französischen
Truppen im Ostteil der Insel, der nun wieder unter spanische
Oberhoheit kam. Am 1.Dezember 1821 erklärte sich der Osten
für unabhängig, aber bereits im Februar 1822 besetzten
wiederum haïtianische Truppen das Land, das nun der Herrschaft
des Nachbarlandes unterstellt wurde. 1844 löste sich der
Osten durch einen Aufstand aus der haïtianischen Herrschaft,
erklärte am 27.Februar 1844 erneut seine Unabhängigkeit
und gab sich den Namen Dominikanische Republik.
Während des gesamten 19.Jahrhunderts blieb die Unabhängigkeit
der Dominikanischen Republik gefährdet sowohl von außen,
von Seiten Haïtis, als auch durch die hohe politische
Instabilität im Inneren. Die zumeist diktatorisch regierenden
Präsidenten der Dominikanischen Republik suchten das Problem
auf unterschiedliche Weise zu lösen: Pedro Santana unterstellte
die Dominikanische Republik 1861 spanischer Oberhoheit, 1865
trennte sich das Land aber wieder von Spanien; 1870 plante
die Regierung eine Annexion durch die USA, das Vorhaben scheiterte
aber. Erst gegen Ende des 19.Jahrhunderts stabilisierte sich
das Land innenpolitisch und begann, sich nach Jahrzehnten
der Stagnation nun auch wirtschaftlich weiterzuentwickeln.
Den wirtschaftlichen Aufschwung verdankte die Dominikanische
Republik u.a. Krediten aus dem Ausland. Als die Dominikanische
Republik mit der Rückzahlung in Verzug geriet, übernahmen
die USA 1905 die Kontrolle über die Finanzen, und nach
neuerlichen Unruhen besetzten die USA von 1916 bis 1924 das
Land und übernahmen de facto die Regierung.
1930 riss der Diktator Rafael Leonidas Trujillo y Molina die
Macht an sich. Er errichtete ein diktatorisches Regime und
verschaffte seiner Familie praktisch alle Schlüsselpositionen
in Politik und Wirtschaft. Zwar nahm die von Trujillo beherrschte
Wirtschaft einen rasanten Aufschwung allerdings teilweise
aufgrund gewaltsamer Methoden; jegliche Art von Opposition
aber wurde brutal unterdrückt. 1961 fiel Trujillo einem
Attentat zum Opfer; seine Familie musste im Zuge der nun folgenden
(versuchten) Demokratisierung das Land verlassen.
1962 wurde der linksorientierte Exilpolitiker Juan Bosch vom
Partido Revolucionario Dominicano (PRD) zum Präsidenten
gewählt. Er leitete eine Reihe von politischen und Sozialreformen
ein, mit denen er jedoch auf den Widerstand der alten Eliten
stieß. Nach nur siebenmonatiger Amtszeit wurde er 1963
gestürzt; die Macht übernahm nun eine Militärjunta.
Die Auseinandersetzung um den innenpolitischen Kurs, die Richtung
und das Ausmaß der Reformen eskalierte 1965 in einem
Bürgerkrieg. Durch eine militärische Intervention
zunächst der USA alleine, dann der OAS, wurde der Bürgerkrieg
1966 beendet; die Interventionstruppen zogen wieder ab.
1966 wurde Joaquín Balaguer vom konservativen Partido
Reformista Social Cristiano (PRSC) zum Präsidenten gewählt;
1970 und 1974 wurde er im Amt bestätigt. Balaguer, der
bereits unter Trujillo politische Ämter innehatte, stand
für eine weitgehende Kontinuität der Machtstrukturen
aus der Trujillo-Ära und blockierte mit seiner Regierung
eine Fortführung des Demokratisierungsprozesses. Die noch
1966 verabschiedete Verfassung trug deutlich konservative Züge.
1972 wurde eine begrenzte Agrarreform eingeführt.
Ende der sechziger und Anfang der siebziger Jahre nahmen die
Menschenrechtsverletzungen wieder zu, ebenso die politische
Repression durch die Sicherheitskräfte und die staatlich
tolerierten Todesschwadronen. Die Gewalt zwischen rechtsradikalen
Todesschwadronen und Oppositionellen sowie linksgerichteten
Terroristen eskalierte; 1973 wurde der Ausnahmezustand verhängt.
Da die Opposition daraufhin die Wahlen 1974 boykottierte und
sich die Wahlbeteiligung auf 50 Prozent reduzierte, schwand
die Legitimität des Regimes Balaguer weiter.
Mit dem Amtsantritt Jimmy Carters als US-Präsident 1977
vollzogen die USA in ihrer Politik gegenüber der Dominikanischen
Republik eine Kehrtwende. Sie setzten die Regierung Balaguer
unter Druck, die Menschenrechte zu respektieren und politischen
Pluralismus zu garantieren. Bei den Präsidenten- und Parlamentswahlen
1978 ging der Wahlsieg eindeutig an den PRD, Präsident
wurde Silvestre Antonio Guzmán Fernández vom
PRD. Die oberste Wahlbehörde fällte allerdings einen
fragwürdigen Schiedsspruch, der Balaguers Partei die Mehrheit
im Senat einräumte. War die Amtszeit Guzmáns (1978-1982)
durch Reformansätze geprägt, so war die Präsidentschaft
seines Nachfolgers Jorge Salvador Blanco (1982-1986), ebenfalls
PRD, von einer massiven Wirtschaftskrise überschattet.
Die Regierung Salvador Blanco sah sich nun gezwungen, einen
autoritäreren Kurs zu steuern, der Streiks und Unruhen
nach sich zog.
Dies begünstigte den Wiederaufstieg Balaguers: Mit den
Wahlen von 1986 kehrte er in das Präsidentenamt zurück,
und 1990 und 1994 wurde er jeweils mit knapper Mehrheit im
Amt bestätigt. Balaguer verfolgte nun einerseits einen
populistischen Kurs, andererseits provozierte er mit seiner
Sparpolitik, die er auf Druck des Internationalen Währungsfonds
durchführte, immer wieder Streiks und Unruhen, teilweise
auch blutige Auseinandersetzungen. In der Zeit nach dem Sturz
Jean-Bertrand Aristides in Haïti 1991 bis zu dessen Wiedereinsetzung
1994 spielte die Dominikanische Republik eine wichtige Rolle
bei der Umsetzung der internationalen Boykotte und Handelssperren,
die gegen das Nachbarland verhängt worden waren.
Nachdem nach den Wahlen von 1994 schwere Zweifel an der Rechtmäßigkeit
der Wahlen laut geworden waren man warf Balaguer und
seiner Partei Wahlfälschung zu seinen Gunsten vor ,
wurden noch 1994 vorgezogene Neuwahlen für 1996 anberaumt.
Aus dem ersten Wahlgang 1996 ging der Kandidat des oppositionellen
PRD mit dem größten Stimmenanteil hervor; im zweiten
Wahlgang setzte sich dann jedoch Leonel Fernández Reyna
vom Partido de la Liberación Dominicana (PLD) durch,
nachdem seine Partei ein Wahlbündnis mit dem noch regierenden
PRSC geschlossen hatte.
Aus den Präsidentschaftswahlen vom Mai 2000 ging der Kandidat
des Partido Revolucionario Dominicano (PRD), Hipólito
Mejía, als Sieger hervor. Zwar hatte er die im ersten
Wahlgang erforderliche absolute Mehrheit knapp verpasst, aber
der Zweitplatzierte, Danilo Medina vom regierenden PLD, hatte
auf einen zweiten Wahlgang verzichtet.